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10 JAHRE iPHONE – ÜBER NEUE TECHNOLOGIEN

Januar 9th, 2017

Dass die Entwicklung einer neuen Technologie eine ganze Gesellschaft verändern kann und zuweilen die Visionen ihrer Schöpfer bei weitem übertrifft, zeigte sich bereits bei der Erfindung der Dampfmaschine, bei der Einführung der ersten Computer oder beim Siegeszug der Heimcomputer. Das iPhone bildet den bisherigen Schlusspunkt dieser Entwicklungen.

Wer sich heute die Keynote der ersten Vorstellung des iPhones von vor 10 Jahren anschaut, kann nur staunen über die Entwicklungen, die mit der Einführung dieses ersten wirklichen „Smartphones“ ihren Anstoß genommen haben. Ein Touchscreen als ernstzunehmendes User-Interface, welches natürlich vorher bereits in Geräten Verwendung gefunden, sich bis zu diesem Punkt jedoch nie in der breiten Masse der Geräte durchgesetzt hat, Multi-Touch-Gesten, die die intuitive Nutzung der Geräte ermöglichen und ganz besonders der erste wirkliche mobile Zugang zum Internet fanden mit der Einführung des ersten iPhones ihren Zugang zum Mainstream.

Doch nicht nur diese technischen Neuerungen sind der Grund, wieso das iPhone für die aktuelle Entwicklung der Gesellschaft so wichtig ist. Die Einführung führte vor allem im Medienbereich zu einer grundsätzlichen Neuausrichtung. Social Networks sind in ihrer aktuellen Ausprägung ohne mobile Devices unvorstellbar, die Geschwindgkeit, mit der Informationen heute um die Welt gehen stützt sich vor allem auf die permanente Verfügbarkeit der User, die nur durch mobile Geräte garantiert wird.

Doch auch die neuesten Trends zu Wearables, VR und 360°-Medien sind auch auf die Einführung des iPhones und der damit einhergehenden Akzeptanz einer permanenten Präsenz von Technologie in unserem Alltag zurückzuführen und ohne diese wohl kaum so möglich gewesen. Dass ich ein Gerät bei mir habe, welches mir bequem und intuitiv rund um die Uhr Zugang zu nahezu jeder Information ermöglicht, und smart, also intelligent, auf verschiedene Situationen reagiert (Beim Beispiel des iPhones hieß dies beispielsweise: Werde ich im Querformat gehalten, zeige ich eine Cover-Flow-Ansicht, werde ich im Hochformat gehalten, zeige ich eine Listenansicht) war vor 2007 alles andere als selbstverständlich. Dass mir dieses Medium durch seine Sensoren nun als Fenster in virtuelle und ergänzte (augmented) Realitäten zur Verfügung steht, ist 10 Jahre später wohl auch nur ein Zwischenschritt zu einer weiteren Verschmelzung von tatsächlicher und virtueller Realität. Gerade die Intuition des Interfaces spielt hier eine übergeordnete Rolle.

Auch auf unsere tägliche Arbeit im Soundbereich hat dies Einfluss. Wir interagieren wie selbstverständlich über Touchscreens mit unseren Soundmischungen, erforschen eingehend auf die aktuellen Entwicklungen der VR die Gestaltung interaktiver dreidimensionaler Klangwelten und verlassen immer mehr über Jahrzehnte gefestigte Soundformate wie Stereo oder Surround-Sound. (Auch wenn die Nutzung von Medien auf Smartphones wohl erst einmal einen Rückschritt zu Mono bedeutete), da diese nicht mehr ausreichen, eine virtuelle Realität möglichst detailliert erlebbar zu machen.

Heute gewinnen Präsidenten ihre Wahl durch massive Nutzung der Sozialen Netzwerke und Big Data, Terrororganisationen rekrutieren mit deren Hilfe Menschen aus der sog. westlichen Welt, jeder Mensch erhält Einblick in die Lebensweise von Kulturen, die tausende Kilometer entfernt existieren, das Internet der Dinge als nächstes großes Ding wird diskutiert. Der Gläserne Mensch ist heute erstmals realistisch denkbar, all dies mag Anstoß nehmen an der Einführung dieser neuen Technologie. Das iPhone ermöglichte all dies, wir müssen entscheiden, was wir in Zukunft damit anstellen wollen.

 








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